Freitag, 26. Dezember 2014

Spannung pur, wenn man erst mal drin ist...


Titel: Die Überlebenden
Autor: Alexandra Bracken
Verlag: Goldmann Verlag
Erschienen am 18. August 2014
544 Seiten
12,99 € [D]
ISBN: 978-3-4424-7908-5

Klappentext: Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht...

Cover: Dieses Cover ist auf jeden Fall etwas besonderes, denn es hat eine raue Oberfläche, die schon mal ein anderes Lesegefühl erzeugt. Schön finde ich das Cover auch, obwohl ich nicht genau weiß, was dieser Tunnel bedeuten soll. Es zeigt aber, wie kämpferisch Ruby ist, so wie sie da allein im Licht steht, die Hände zu Fäusten geballt.

Meine Meinung: "Die Überlebenden" war in meiner Goodie-Bag vom Lesertreffen (danke nochmal!) und ich habe mich sehr darüber gefreut, da ich Dystopien liebe. Also habe ich, nachdem ich mit einem anderen Buch fertig war, voller Freude angefangen zu lesen (nach meinem Lesetagebuch am 31.10). Gestern Abend habe ich es beendet. Warum hat es so lange gedauert? Ich denke, es liegt daran, dass der Einstieg ziemlich schwer war. Am Anfang brauche ich zwar sowieso immer ein bisschen, weil ich gedanklich meistens noch am vorherigen Buch hänge, aber so lange wie dieses Mal hat es noch nie gedauert. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran lag, dass gleich so viele Informationen auf einen zukamen, oder am Schreibstil, jedenfalls habe ich für die erste Hälfte eine gefühlte Ewigkeit gebraucht (obwohl sie sehr interessant war!).
Ab der zweiten Hälfte konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Es wurde immer spannender, und das Ende war grandios, ich habe wirklich mit den Tränen gekämpft, und das passiert mir sonst selten.
Die Idee, dass eine Krankheit großen Schaden anrichtet, ist im Genre Dystopie nicht neu, aber hier zerstört sie nicht das Land/die Infrastruktur etc., sondern eher die Menschen. Die besonderen Fähigkeiten der Kinder sind sehr interessant, aber ich weiß immer noch nicht, was nun die Roten und Grünen können (oder habe ich es nur vergessen, weil der Anfang so weit zurückliegt?)
Ich finde Ruby sympathisch, weil sie nicht perfekt ist, sondern Fehler macht und Angst vor ihren Kräften hat. Auch die anderen Hauptcharaktere, zu denen ich jetzt lieber nicht zu viel verrate, hatten ihre guten und schlechten Seiten, was ich besonders wichtig finde. Am liebsten mochte ich Suzume. Wenn ihr das Buch lest, werdet ihr mich verstehen! ;-) Leider hätten einige Nebencharaktere noch etwas mehr gestaltet werden können. Ich hatte bei ihnen das Gefühl, sie gar nicht richtig zu kennen, das fand ich schade.
Schön fand ich auch, dass echte Bücher (z.B. "Unten am Fluss") und Songs/Bands genannt wurden. Wenn ich die dann mal lese/höre, muss ich wahrscheinlich sofort an dieses Buch denken.

Fazit: Alles in allem war es ein spannender Trilogieauftakt mit interessanten Ideen, für den man allerdings ein bisschen Zeit braucht. Wenn ihr "Die Überlebenden" lest, dann lasst euch vom Anfang nicht entmutigen.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.



(Text-, Cover- und Zitatrechte: Goldmann Verlag)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen