Blut ist dicker als Wasser?

Lisa Hess | Freitag, 20. Februar 2015

Titel: Dear Sister - Ich würde sterben für dich
Autor: Maya Shepherd
Verlag: /
Erschienen am 26. April 2014
392 Seiten
11, 99 € [D]
ISBN: 978-1-4992-7505-6

Klappentext: Hier ist der Notruf, neun-neun-neun. Welche Art von Notfall haben Sie zu melden?“
„Es gibt wieder ein totes Mädchen“, flüsterte eine junge weibliche Stimme in den Hörer. „Können Sie mir erklären, was passiert ist?“ Es war ein leises Aufschluchzen zu hören, ansonsten war es jedoch beängstigend still. „Es geht darum Leben zu nehmen und Leben zu geben“, murmelte das Mädchen. Die Polizisten verstanden kein Wort. „Wo befinden Sie sich, Miss?“ „Es ist Eliza Rice“, sagte das Mädchen eindringlich. Der Officer notierte sich den Namen sofort. „Brauchen Sie Hilfe? Sind Sie verletzt?“ Ein Tuten drang durch die Leitung. Die Anruferin hatte aufgelegt.

Vor sechs Monaten verschwand Winters Schwester Eliza spurlos. Trotzdem geben ihre gemeinsamen Eltern die Hoffnung nicht auf, dass ihre älteste Tochter bald wieder bei ihnen sein wird. Winter glaubt nicht an ein Verbrechen, zumal sie sich mit Eliza nie gut verstanden hat und ihre Schwester nie auf irgendjemanden Rücksicht genommen hat.

Ausgerechnet auf einem Schulausflug nach London glaubt Winter dann ihre Schwester gesehen zu haben. Sie beginnt mit ihrer Freundin Dairine Nachforschungen anzustellen, dabei gerät ihr neuer Musiklehrer in Verdacht. Plötzlich ereignen sich grausame Ritualmorde in der Gegend und Eliza wird damit in Verbindung gebracht. Winter macht eine Beobachtung, die sie daran zweifeln lässt, dass ihre Schwester überhaupt noch menschlich ist.

Cover: Das Cover sieht richtig geheimnisvoll aus, fast als wäre es ein altes, leicht zerkratztes Porträt. Auch die Farben gefallen mir richtig gut. Außerdem finde ich es schön, dass man die Person darauf nicht ganz sieht. Ich hatte fast das Gefühl, sie würde sich verstecken...

Meine Meinung: Im November 2014 habe ich an der Leserunde zu "Die Bärentöterin" von Maya Shepherd teilgenommen. Danach war mir klar, dass ich unbedingt noch mehr von der Autorin lesen muss. Als ich dann erfahren habe, dass ich bei der Leserunde zu "Dear Sister" dabei sein darf, hätte ich vor Freude fast geschrien... ;-)
Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben. Oft gibt es zwischen den Kapiteln "Anonyme Anrufe" (siehe Klappentext), die die Geschichte noch interessanter machen.
Die Story gefiel mir auch auf Anhieb, weil ich so etwas noch nie irgendwo gelesen hatte.
Die Hauptfiguren Winter, Lucas und Eliza waren sehr gut ausgearbeitet, alle hat ihre Stärken und Schwächen, was ich bei Büchern immer sehr wichtig finde.
Winter ist eher ruhig und eine Außenseiterin, die schon immer im Schatten ihrer Schwester leben musste. Deshalb hasst sie Eliza und ist froh, als diese endlich verschwindet.
Lucas, Winter's Freund, könnte man eigentlich als typischen "Streber" bezeichnen. Er ist extrem vorsichtig, schwänzt nie, schreibt nur gute Noten und macht lieber mit Winter Hausaufgaben als mit ihr zu kuscheln. Dafür ist er aber immer für sie da und beschützt sie. Im Laufe der Geschichte macht er sich aber sehr unbeliebt bei mir...
Eliza ist meine Lieblingsfigur in diesem Buch. Ich weiß nicht genau, warum, eigentlich mag ich die "Bad Girls" überhaupt nicht, aber Eliza ist etwas besonderes. Ich finde ihren Charakter richtig interessant und je mehr sie sich im Buch entwickelt, desto mehr mag ich sie. Eigentlich sollte man sie aber gar nicht mögen: Sie ist selbstverliebt, rücksichtslos, unfair zu ihrer Schwester und bricht jedem Jungen das Herz. Am besten macht ihr euch selbst ein Bild von ihr...

Fazit: Wenn ihr ein spannendes und emotionales Buch mit Fantasyelementen sucht, dann ist "Dear Sister" genau richtig für euch. Ich liebe die Geschichte über die beiden ungleichen Schwestern Eliza und Winter und gebe deshalb 5 von 5 Sternen!



(Text-, Cover- und Zitatrechte: Maya Shepherd)

Danke an Maya Shepherd für das Leserundenexemplar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen