Brutal, schockierend, ehrlich - definitiv keine Lovestory...

Träumen von Büchern | Samstag, 7. Februar 2015
Titel: Wir wollten nichts. Wir wollten alles
Autor: Sanne Munk Jensen, Glenn Ringtved
Verlag: Oetinger
Erschienen am 20. Januar 2015
336 Seiten
16, 99 € [D]
ISBN: 978-3-7891-3920-8

Klappentext: Lässt nicht los: Liebe, die absoluter nicht sein kann. Zwei Leichen werden aus dem Limfjord gezogen: Liam und Louise. Ihre Hände sind mit Handschellen aneinandergekettet. Alle Indizien weisen auf Selbstmord hin. Louises Eltern zerbrechen fast am Tod ihrer Tochter, doch ihr Vater klammert sich daran, die Wahrheit herauszufinden. Als er Louises Tagebuch findet, eröffnet sich ihm das Leben, das seine Tochter und Liam in den vergangenen Monaten geführt haben.

Cover: Das Cover zeigt Liam und Louise bei ihrem Selbstmord. Auf den ersten Blick wirkt es fast harmlos, aber bei genauerem Hinsehen erkennt man die Handschellen, die zeigen, dass es sich nicht um eine leichte Liebesgeschichte handelt. Leider weiß ich immer noch nicht wirklich, was der Titel mit der Geschichte zu tun hat.

Meine Meinung: Gleich vorweg: "Wir wollten nichts. Wir wollten alles" ist kein Buch für zwischendurch. Im Gegenteil: Es wird euch sicher noch eine Weile beschäftigen.
Die Geschichte wird aus Louises Sicht erzählt. Das ist erstmal ein bisschen ungewöhnlich, sie ist ja tot. Andererseits passt das aber auch perfekt, weil nur Louise erzählen kann, was zu ihrem und Liams Selbstmord geführt hat und wie ihre Eltern damit umgehen.
Louise ist ein unscheinbares, schüchternes, etwas naives Mädchen. Sie hat kaum Freunde, bis sie auf Liam trifft. Sie verliebt sich in ihn und verliert ihren Charakter komplett.
Liam ist charismatisch, selbstbewusst und bestimmt bald Louises Leben.
Ehrlich gesagt mag ich die beiden nicht. Louise ordnet sich Liam voll und ganz unter, Liam hat viel zu viel Selbstbewusstsein und wird am Ende sogar aggressiv. Wahrscheinlich hätte die Geschichte aber nicht funktioniert, wenn ihre Charaktere nicht so wären. Außerdem fehlen mir die Gefühle zwischen den beiden.
Trotzdem ist das Buch sehr emotional und spannend, obwohl der Ausgang der Geschichte natürlich von Anfang an klar ist. Aber was hat zum Selbstmord der Hauptfiguren geführt? Wieso gab es keinen Ausweg mehr für die beiden? Findet es heraus...

Fazit: "Wir wollten nichts. Wir wollten alles" ist ein aufwühlendes Jugendbuch, das schonungslos und ehrlich zeigt, dass es manchmal einfach keinen Ausweg gibt... 4 von 5 Sternen!




(Text-, Cover- und Zitatrechte: Oetinger Verlag)

Außerdem danke an Lovelybooks für das Leserundenexemplar.


1 Kommentar:

  1. Hi:)
    Schön hast du's hier^^ Bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen:) Deine Rezi ist echt gut, ich hör in letzter Zeit ziemlich viel über das Buch und bin schon gespannt es endlich zu lesen :-)

    Ih wünsch dir noch einen schönen Sonntag und freu mich auf weiter Beiträge von dir^^
    Liebe Grüße
    Natalie:)

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