Die Macht der Worte. Und der Stille...

Träumen von Büchern | Freitag, 20. Februar 2015

Titel: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Autor: Lilly Lindner
Verlag: Fischer
Erschienen am 19. Februar 2015
400 Seiten
9, 99 € [D]
ISBN: 978-3-7335-0093-1

Klappentext: April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und
seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, gerade weil es so unaufdringlich ist. Die weißen Vögel erinnern mich irgendwie an Origami-Vögel, da Phoebe ihrer Schwester Briefe schreibt, Briefe -> Papier -> Origami. Es sieht außerdem so aus, als würde sich das "Ich" auflösen (-> verschwinden), es passt also auch zum Titel. Perfekt!

Meine Meinung: Ich sage es schon vorweg: "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" war das traurigste, wunderschönste und (wie Phoebe sagen würde) wortgewaltigste Buch, dass ich je gelesen habe.
Es ist in Briefen geschrieben, weshalb es sich schnell und flüssig lesen lässt.
Phoebe ist neun Jahre alt und ein fröhliches, lebensfrohes Mädchen. Sie vermisst ihre Schwester April so sehr, dass sie ihr Briefe schreibt, auch wenn diese nicht antwortet. Sie erzählt ihr von ihrem Alltag, von den Eltern, vor allem aber davon, wie sehr sie April vermisst. Sie versucht Antworten auf all ihre Fragen zu finden und will ihre Schwester unbedingt wieder bei sich haben.
April ist magersüchtig und deswegen im Krankenhaus. Sie hatte eine schreckliche Kindheit und hat deshalb schon früh angefangen, nicht mehr mit ihren Eltern zu sprechen.
Die beiden sind hochbegabt und können daher unglaublich gut mit Worten umgehen. Deshalb ist die Sprache im Buch so wunderschön, dass man sie kaum beschreiben kann. Leider können die Eltern nicht mit der Begabung ihrer Kinder umgehen und behandeln sie einfach schrecklich. Mir sind beim Lesen oft die Tränen gekommen, weil mir die beiden so leid getan haben, aber auch, weil Phoebe so stark ist und trotz allem nicht ihren Mut verliert.

Fazit: Traurig, aber wunderschön. Wenn ihr dieses Buch gelesen habt, werdet ihr die Welt mit anderen Augen sehen. 5 von 5 Sternen! (Am liebsten würde ich noch viel mehr Sterne geben...)




(Text-, Cover- und Zitatrechte: Fischer Verlag)

Danke an Vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hey, schöne Rezension! Das Buch steht noch auf meiner Wunschliste und ich will es jetzt unbedingt haben!
    Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und es gefällt mir hier sehr gut, ich bleibe gleich mal als Leserin :)
    Liebst, Lara.

    AntwortenLöschen
  2. Huhu,
    ich habe das Buch genauso bewertet wie du. Eine schöne Rezension!

    Liebste Grüße aus Hamburg
    Jenny von http://jemasija8.blogspot.de/

    Du hast nun eine Leserin mehr, ein schöner Blog. Ich würde mich über einen Besuch von dir freuen und bin gespannt was du als nächstes liest :)

    AntwortenLöschen