[Mental Health Week] Was bedeutet Heilung/Erholung für dich?

Lisa Hess | Freitag, 6. Mai 2016
Hallo meine Lieben!
Heute ist leider schon der vorletzte Tag der Mental Health Week. Hat euch die Woche auch so gut gefallen wie mir? Das heutige Thema ist ein sehr wichtiges: Es geht um die Heilung bzw. Erholung von psychischen Erkrankungen.



Seitdem ich letzten Herbst endlich bemerkt habe, dass es so nicht mehr weitergehen kann, versuche ich alles, um mich von meiner Depression und meiner sozialen Angststörung zu erholen. Natürlich kann es sein, dass ich nie ganz gesund werde, aber ich möchte gerne ein halbwegs normales Leben führen, ohne ständig Angst zu haben und mich selbst zu hassen.

Es hilft mir sehr, zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die so etwas durchmacht. Die ganze Community, die Kristen zusammengebracht hat, ist so inspirierend und hilft mir sehr, wenn ich mal wieder einen schlechten Tag habe.

Manchmal ist es wirklich schwer, nicht aufzugeben, aber inzwischen weiß ich wenigstens, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Ich finde, dass ist so ziemlich das Wichtigste auf dem Weg der Besserung: Man muss sich etwas suchen, für das man Leben will. Bei mir sind das zum Beispiel das Buch, das ich gerade schreibe und mein Blog. Außerdem möchte ich unbedingt mithelfen, die Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen und das Leben für Menschen, die an einer solchen Krankheit leiden, einfacher zu machen. Und wie soll ich das tun, wenn ich nicht selbst gesund werde?

Was ich sagen will, ist, dass es vollkommen okay ist, wenn nicht alles perfekt läuft, wenn es einem mal schlechter geht, wenn man doch wieder zusammenbricht. Das ist ganz normal und gehört zum Heilungsprozess dazu. Aber vergesst die guten Tage nicht, die, an denen man sich besser fühlt und an denen es einem so vorkommt, als wäre die Krankheit besiegt. Sie werden mehr, versprochen.

Aber natürlich sollte man auch nicht ganz alleine kämpfen müssen. Wenn es euch schlecht geht, sucht euch Hilfe! Keine Angst, Psychologen sperren euch nicht mit Zwangsjacke in eine Gummizelle oder setzen euch auf eine hässliche Couch und stellen komische Fragen. Sie sind dafür da, die Last auf euren Schultern mitzutragen und euch das Licht in der Dunkelheit zu zeigen.

Um es kurz zu machen: Ihr seid nicht verloren! Besserung ist möglich. Bitte gebt nicht auf.

Ganz liebe Grüße
Lisa

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