[Rezension] Ana und Zak

Lisa Hess | Sonntag, 28. Mai 2017
Titel: Ana und Zak
Autor: Brian Katcher
Verlag: dtv
Erschienen am 7. April 2017
320 Seiten
14, 95 € [D]
ISBN: 978-3-423-65025-0

Klappentext: Ana und Zak leben auf zwei verschiedenen Planeten – bis zum ersten Kuss.

Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton nehmen an derselben Quiz-Meisterschaft in Seattle teil wie Zak. Alles könnte gut sein, doch Mastergenie Clayton entwickelt sich zum kleinen Aas und haut heimlich abends vom Turnier ab, um sich auf der nahe stattfindenden großen Science-Fiction-Comic-Convention zu amüsieren. Für Ana und Zak, die ihn finden müssen, bevor der Morgen graut (alles andere hätte furchtbare Konsequenzen) beginnt eine Nacht zwischen Orks, Bogen schießenden Amazonen und wild gewordenen Wikingern. Eine verrückte Nacht, in der beide über sich hinauswachsen, ihre Masken fallen lassen sich zum ersten mal so sehen, wie sie sind: verletzlich, wütend, voller Leben und randvoll mit Gefühlen füreinander.

Cover: Ich finde, das Cover passt sehr gut zum Inhalt. Die pixelartigen Figuren und Herzen spielen auf die nerdigen Themen des Buches an, während das Labyrinth zeigt, dass die Ana und Zak erst einige Hindernisse überwinden müssen, bis sie zusammenfinden.

Meine Meinung: Zum ersten Mal habe ich diese süße Geschichte bei Vorablesen.de entdeckt und mich auch sofort dafür beworben.
Brian Katchers Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass ich relativ schnell mit dem Buch vorankam. Er erzählt die Geschichte sowohl lustig als auch berührend und voller Emotionen.
Die Geschichte spielt hauptsächlich auf einer Comic-Con in Seattle. Bis jetzt kenne ich noch kein anderes Buch mit einem solchen Setting, deshalb fand ich es sehr interessant, in diese kleine Welt einzutauchen und neues darüber zu lernen.
Die Hauptcharaktere, Ana und Zak, sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Während Ana alles extrem ernst nimmt und ihren ganzen Tag minutiös durchplant, sieht Zak besonders die Schule eher locker und macht lieber Witze, als sich um seine Noten zu kümmern. Das sorgt gerade am Anfang für Probleme zwischen den beiden, doch im Laufe der Zeit lernen sie, einander zu verstehen und sich ein wenig auf die Welt des anderen einzulassen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, und obwohl ich diese Erzählweise gerne mag, hätte sie hier noch besser umgesetzt werden können. Die Charaktere hatten nicht wirklich eine eigene Stimme und klangen zu ähnlich, weshalb ich immer wieder nachschlagen musste, um wen es in diesem Kapitel gerade geht.
Vor dem Lesen hatte ich bei "Ana und Zak" eigentlich "nur" eine süße kleine Lovestory zwischen zwei Nerds erwartet, doch schon am Anfang des Buches wird klar, dass die Geschichte viel tiefgründiger und emotionaler ist als das. Beide Hauptpersonen haben ihre eigene Hintergrundgeschichte voller Probleme, die nach und nach zum Vorschein kommen. So wird aus einem anfangs noch lustigen Abstecher zur Comic-Con ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der den Leser emotional mitnimmt. Aber obwohl beim Lesen einige Tränchen fließen, verliert das Buch seinen Humor nicht und bringt einen gerade zum Schluss immer wieder zum Lächeln.

Fazit: Witzig und berührend zugleich, ein unglaubliches Buch über Nerds, Familie und die wahre Liebe.
5 von 5 Sterne!


(Text-, Cover- und Zitatrechte: dtv)

Danke an Vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!

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